Sonic Origins - Review (Nintendo Switch)

| Marc Heiland | Konsolen

IMG 2022 6 30 174711In den 1990er Jahren gehörten die Sonic The Hedgehog-Spiele zu den beliebtesten im Jump’n’Run-Genre. SEGAs Igel war damals in etwa so beliebt, wie es noch heute Mario und seine Freunde sind. Vom „Mega Drive“ und dem „Master System“ über „Game Gear“ und „Saturn“ bis hin zum „Dreamcast“ wurden die hauseigenen Konsolen der Firma SEGA mit Ablegern der Sonic-Reihe bedacht.

Dabei schwankte die Qualität der Titel teilweise deutlich. Nachdem die SEGA-Konsolenära ein Ende fand, raste der blaue Igel auch durch anderen Konsolen-Abenteuer und brachte diverse weitere Ableger mit sich. Zwischendurch veröffentlichte SEGA die Spiele auch in verschiedenen Bundles. Neu im Portfolio ist ab sofort auch die Klassiker-Sammlung „Sonic Origins“, die die vier Klassiker Teile „Sonic 1,2 und 3“ und „Knuckles“ sowie „Sonic CD“ in überarbeiteter Form zusammenfasst. Was dabei verbessert wurde und ob sich die Investition lohnt, klären wir für euch im Test, den wir anhand der Nintendo Switch-Fassung verfasst haben. 

 
Über den Inhalt der Sammlung kann man natürlich – wie bei allen Sammlungen – geteilter Meinung sein. Dieses Mal sollen es dann also die Spiele aus der Anfangsphase des Sonic-Universums sein. Die Spiele erscheinen nun in Full-HD und im 16:9-Format. Wer mag, kann sie aber auch im alten 4:3-Format spielen. Auch zwischen begrenzten Leben und unbegrenzten kann gewechselt werden. Ansonsten sind die Spiele inhaltlich größtenteils gleich geblieben. Dies macht natürlich einen gewissen Reiz aus, zeigt es doch, wie zu Beginn der 1990er Jahre Jump’n‘ Run-Titel interpretiert wurden und wie sie sich über die vergangenen knapp 30 Jahre veränderten. Doch wer damit nichts anfangen kann und eine gewisse „Modernität“ sucht, wird bei der Kollektion enttäuscht werden. Und auch wenn das Geschwindigkeitsgefühl nach wie vor gut rüberkommt und die Grafik und der Sound gelungen sind, zeigen die Titel auch stellenweise deutlich ihre Schwächen. Da wäre beispielsweise die KI von Tails aus dem zweiten Teil zu nennen, die äußerst schwach auf der Brust ist und auch die Tatsache, dass die Grafik auf der Switch nicht zu 100% flüssig läuft, sondern immer wieder ins leichte Stocken gerät, ist schade. Immerhin bietet euch die Sammlung viele interessante Dinge, die im Museum zu entdecken sind. Dies sind unter anderem Bilder, Artworks und Musik, Musik und nochmal Musik. Weitere Items sind freispielbar. 
 
Fazit: Die „Sonic Origins“-Kollektion wird Spieler von damals möglicherweise aufgrund des gut gemachten Ports, der allerdings mit kleineren grafischen Einbußen daher kommt, erfreuen. Neue Spieler, die durch die beiden Kinofilme zum Sonic-Universum gestoßen sind, haben vielleicht Gefallen am Nostalgie-Charme. Vor allem das Museum bietet viele Möglichkeiten, in 7Erinnerungen oder Nostalgie zu schwelgen. Ob das dann rund 45 Euro wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Immerhin ist die Umsetzung auf das 16:9-Format durchweg gelungen. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei SEGA für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
 
U. Sperling
 

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