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| Marc Heiland | Navigation

IMG 0758Während unseres Schwarzwald-Urlaubs besuchten wir verschiedene Escaperoom-Anbieter, so auch die „Escape Area“ in Balingen. Nach einer längeren Autofahrt erreichten wir die im Navi eingegebene Adresse und wunderten uns zunächst ob die einprogrammierte Adresse denn auch wirklich so stimmen könne. Denn von Außen lässt rein gar nichts darauf schließen, dass sich im Inneren des Hauses ein Escaproom-Anbieter seine Zelte aufgeschlagen hat. Von etwas weiter weg erkennt man, dass eine Arztpraxis mit im Haus ist. Kommt man ein wenig näher, fällt die Türwerbung der „Escape Area“ ins Auge. Nun heißt es erst einmal durchatmen!

Wir sind am richtigen Ziel angekommen. Eine Glastür später wurde unser Eindruck dann auch bestätigt. Denn nicht nur, dass uns mit Micha und Carina die beiden Inhaber begrüßten, auch fanden wir das für viele Anbieter typische Foyer mit Tisch und Sitzgelegenheiten aus Holzpaletten vor. Hier machten wir es uns auch gleich bequem und kamen mit Micha und Carina in ein nettes und informatives Gespräch. Denn vor einigen Jahren entwickelten die beiden aus einer „Bierlaune“ heraus ihre ersten Gedanken und Konzepte für einen Escape Raum in Balingen. Die Idee hierfür hatte Carina, während Micha noch überzeugt werden musste. Doch wie die Liebe es will: Wenn die Frau eine fixe Idee hat, macht sich der Liebste mit Werkzeugen auf, ihre Idee umzusetzen. Und so entstand der erste der aktuell drei Räume „Pandemie“.

Es folgten in er zweiten Niederlassung die beiden Räume „Golden Dragon“ und „Lazarus Effekt“, die auch unsere beiden „Spielräume“ werden sollten. Da uns die Räume im Vorfeld bereits als sehr gute Räume von anderen Spielern empfohlen wurden, war die Erwartungshaltung natürlich dementsprechend hoch. Zwei vollkommen unterschiedliche Räume mit ganz anderen Settings, Rätseln und doch einigen Gemeinsamkeiten, sollten in den kommenden knapp über zwei Stunden folgen.

Golden Dragon

Unser erster Raum hatte die chinesischen Triaden zum Thema. Hier wurden wir zunächst von Micha im Foyer (wie auch beim darauffolgenden Raum) kurz in das Thema eingeführt. Danach ging es in den Raum, wo ein gut gemachtes, kurzes Intro auf uns wartete. Dies schaffte eine gewisse Immersion, hätte von der Abmischung jedoch durchaus noch ein wenig deutlicher zu verstehen sein können. Das Ziel der Mission wurde uns direkt im Intro bekannt gegeben.

Der Escape Room bestach durch seine vielseitige und detailreiche Dekoration, die ein chinesisches Restaurant darstellte. Dass Tische und Stühle aus einem echten Restaurant stammten, trug zur tollen Immersion bei. Auch alle anderen Raumelemente waren absolut toll. Nichts wirkte deplatziert und wenn man dann noch bedenkt, dass hier alles wirklich „Do It Yourself“ ist, kann man nur den Hut ziehen! Ebenfalls zur gelungenen Atmosphäre trug die passende musikalische Untermalung bei. Über einen im Raum hängenden Monitor waren wir mit dem Spielleiter verbunden. Hilfen wurden auf dem Monitor eingeblendet. Ein vorangehendes Signal machte uns deutlich, dass eine Hilfe auf dem Monitor zu finden ist. Auch die noch verbleibende Zeit konnten wir so jederzeit gut ablesen. Normalerweise sind wir von dieser Art der Kommunikation nicht sonderlich begeistert. Aber hier passte sie.

Die Rätsel waren sehr vielseitig und fügten sich thematisch gut ein. Sie bestanden aus klassischen Schloss-Schlüssel-Rätseln und Zahlenrätseln, Knobelaufgaben und anderen mehr. Bei einigen Rätseln gerieten wir ein wenig länger ins Grübeln, schafften es aber dennoch, den Raum in der vorgegebenen Stunde zu absolvieren.

Ein Wort noch zur Story: Diese war von Beginn an mehr als nur ein Lückenfüller und konnte durch einen thematischen Wechsel bis zum Finale hin tragen. Das Ende flachte hingegen - im Vergleich zum Rest - etwas ab.

Der Lazarus Effekt

Bei diesem Raum handelt es sich um den jüngsten Raum im Repertoire von „Escape Area“ Balingen. Hier ist das Setting eher mystisch und mysteriös angehaucht. Worum es geht, wollen wir euch aus spoilertechnischen Gründen natürlich ebenfalls nicht verraten. Während der Raum in Sachen Intro identisch zum ersten Raum startet, hatten wir unmittelbar im Anschluss ein noch intensiveres und immersiveres Gefühl, was nicht zuletzt auf die phänomenale Kulisse zurückzuführen ist, die eine absolut glaubwürdige Szenerie erschuf. Hier hatten wir zu keiner Zeit das Gefühl, uns bei einem Escape Room-Anbieter zu befinden. Auch hier stehen die facettenreichen Rätsel im Mittelpunkt, die allesamt ins Thema passten, was Schlüssel-Schloss-Rätsel etc. anbelangten jedoch ähnlich strukturiert waren. Wie beim ersten Raum gab es einige Momente, an denen wir uns nur an den Kopf fassen konnten, da sie eigentlich naheliegend oder sogar offensichtlich waren. Doch im „Spielfieber“ erkannten wir sie nicht bzw. dachten zu kompliziert. Gut, dass wir unseren „Geheimjoker“, unseren 11jährigen Sohn wieder mit dabei hatten, der uns einige Male „den Hintern retten“ konnte!

Schlussendlich wurde uns vonseiten des Spielleiters noch ein kleines Zeitkontingent von etwa drei Minuten draufgeschlagen, damit wir den Raum auch bis zum Finale genießen konnten. Dieses kam dann auch ohne allzu großen „Wow“-Effekt, was aber auch ok ist.

Fazit: Insgesamt waren wir von den beiden Räumen von „Escape Area“ Balingen absolut begeistert. Bis auf wenige, ganz kleine Einschränkungen, haben wir fast nichts zu kritisieren, was für beide Seiten natürlich toll ist. Von der Begrüßung über die Einführung, die Räume, die Rätsel, die Interaktionsmöglichkeiten und die Immersion stimmte hier nahezu alles, sodass wir euch beide Räume absolut empfehlen können!

Zusammensetzung der Gesamtbewertung (Golden Dragon / Lazarus Effekt)

Immersion / Atmosphäre: 8.8 /9.1

Story: 8

Rätsel: 8.7 / 9

Hilfestellungen / Spielleiter: 9

Ausstattung des Raumes: 8.8 / 9.3

Spielspaß: 9 / 9.3

Text: M. Heiland, Bild: (c) Escape Area Balingen

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