Sony Inzone H9 - Noise Cancelling Wireless Gaming Headset für PC und PS5 im Test

| Marc Heiland | Sonstiges
Inzone H9Sony hat den PC für sich entdeckt. Nachdem Konkurrent Microsoft schon seit einigen Jahren den Weg geht, seine Spiele auch auf dem PC den Fans anzubieten, hatte sich Sony damit immer ein wenig schwergetan. Doch allem Anschein nach hat auch Sony mittlerweile erkannt, dass es heutzutage Sinn macht, eine möglichst breite Community anzusprechen. Warum auch nicht?! Immerhin gibt es weltweit viele Spielerinnen und Spieler, die sich ein „God of War“, „Gran Turismo“ und Co. schon seit den Anfängen der Reihen auf ihrem PC gewünscht haben.
 
Und dass die Spiele begeistert angenommen werden, zeigen die Verkaufszahlen der PC-Ports. Doch an der Hardware hatte es stets gemangelt. Denn ganz klar ist doch ohne Zweifel, dass zu den PS5-Spielen auch der entsprechende DualSense-Support und der 3D-Sound mit dazu gehören. Also hat man sich bei Sony hingesetzt, überlegt und getüftelt und unter dem Namen „Inzone“ nun spezielle Monitore und Headsets entwickelt, die das optimale Erlebnis für die neuen PS5-Titel bieten sollen. Wir haben uns davon anhand des Headsets „Inzone H9“ ein ausgiebiges Bild machen können und klären im Test, was das neue Headset so alles kann und ob sich ein Blick auf das knapp 300 Euro teure Produkt auch für PS5-Besitzer lohnen könnte. 
 
Das Headset kommt in einem stabilen Karton daher. Schaut man sich den Karton an, so kann man hier von einem recht großen Headset ausgehen. Und in der Tat sind die Ohrmuscheln deutlich größer als beim Original PS5 „Pulse 3D-Headset“, was vor allem alldiejenigen freuen wird, denen das Original an den Ohren zu klein war. In den Ohrmuscheln werkeln 40-Millimeter-Treiber, die für einen guten Klang sorgen sollen. Dazu später mehr.
 
Nach dem Auspacken und dem ersten Anprobieren stellt man fest, dass die Ohrmuscheln flexibler sind als beim Original und der Sitz somit noch individueller und komfortabler angepasst werden kann. Damit sind lange Zocksessions ohne Probleme möglich. Auch wirkt der Druck auf Kopf und Nacken geringer. Allerdings stellten wir hier ebenfalls ein höheres Schwitzen nach einer längeren Spielzeit ohne Absetzen des Headsets fest. In diesem Punkt hätte Sony nachbessern müssen, da die Belüftung in allen Bereichen optimaler sein könnte. 
 
Inzone H9Bild2Was lobend zu erwähnen ist, das ist das Active Noise Cancelling (ANC), das in drei unterschiedlichen Stufen eingestellt werden kann. Das ANC gehört mit zu den Besten, die wir in den vergangenen Jahren erleben konnten. Hier haben die Techniker bei Sony erstklassige Arbeit geleistet. Und auch die Bedienung des H9 setzt vollkommenauf Komfort. So befinden sich an der rechten Ohrmuschel die Tasten für die Spiel- und Chatlautstärkeregelung und das Pairing. An der linken Seite finden wir ein Einstellrad für die Gesamtlautstärke und das Noise Canceling. Mit Strom versorgt wird das Headset über USB-C. Mit einer Komplettladung soll das Headset rund 1,5 Tage durchhalten – je nach Nutzungsweise. Wir kamen im Test auf 27-29 Stunden. Dank Schnellladefunktion geht es nach rund einer Stunde wieder weiter.
 
Nun stellt sich für euch vielleicht die Frage, wie der Anschluss an den PC respektive die PS5 funktioniert. Ganz einfach: Sony hat euch hier einen Dongle beigelegt, den ihr wahlweise mit dem Rechenknecht oder der Konsole verbindet. Das recht binnen Sekunden und ist ebenfalls recht komfortabel. Einen Abstrich müsst ihr beim „Inzone H9“ leider beim Chatten hinnehmen, was für viele Nutzer möglicherweise ein Grund ist, das Headset nicht zu kaufen. Denn leider ist die Qualität des Mikros nicht wirklich überzeugend und auch die Kommunikation über das Mikrofon hätte bei dem Preis deutlich besser sein müssen! 
 
Und wie klingt es nun?
Für unseren Test haben wir uns einmal quer durch die Spielecharts, Musik und Filme gearbeitet. Und was sollen wir sagen: In Sachen Klangqualität spielt das „Inzone H9“ in vielen Bereichen oberhalb des Original-Headsets. Die Bässe kommen deutlich knackiger daher, die Höhen werden sauberer ausgearbeitet und insgesamt wirkt der Klangteppich sehr differenziert. Bei Musik sind es vor allem die Stimmen, die hier nuancierter und klarer wirken und für Filme kann man das Headset durchaus ebenfalls empfehlen, vor allem dann, wenn man spätabends seinen Nachbarn nicht mehr akustisch zur Last fallen möchte. Besonders bei den Spielen hat uns das „Inzone H9“ vor allem dann begeistert, wenn die hauseigene Tempest 3D-Engine zum Einsatz kam. Hier zeigen Headset und Engine, was klanglich im virtuellen Sound möglich ist. Top! Auch die Tatsache, dass die Lautstärker feiner und vor allem auf stärker eingestellt werden kann, ist (vor allem bei Shootern) ein nicht zu vernachlässigender Fakt. 
 
So richtig cool wird es dann allerdings beim Spielen auf dem PC. Dank der unterstützenden App könnt ihr sogar ein Foto eurer Ohren machen, damit der Klang an die Ohrmuscheln angepasst wird. Funktioniert einfach und intuitiv. Dank der Möglichkeiten, die euch der Equalizer bietet, kann das Headset noch feiner an die jeweiligen Sound-Modi angepasst werden. Hier spielt das H9 deutlich mit den Muskeln und lässt so manchen Mitbewerber beinahe schon alt aussehen. Fans von Discord können sich übrigens über einen entsprechenden Support freuen.
Bei all dem wird dann auch klar, warum das Headset nicht unbedingt zu den günstigsten seiner Zunft gehört.
 
Fazit: Mit dem „Inzone H9“ Bluetooth-Headset bietet Sony euch ein qualitativ hochwertiges, bequem sitzendes und klanglich hervorragendes Headset mit erstklassigem ANC für knapp 300 Euro, das sich klanglich deutlich vor dem „Pulse 3D“ positioniert. Für Fans von optimaler Sprachqualität in Chats ist das Headset jedoch nur eingeschränkt zu empfehlen. Da gibt es bessere 8Produkte auf dem Markt. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Sony für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.
 
U. Sperling

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