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| Marc Heiland | Sonstiges

ToyTrainsVR 2Welcher Junge hat früher nicht davon geträumt: Einmal Lokführer sein? In der Generation der 1970er und 1980er-Jahre waren Spielzeugeisenbahnen so beliebt, wie heutzutage PCs, Konsolen, Smartphones und Co. Während einige von uns ihre Leidenschaft in kleinen Kartons aufbewahrten, hatten andere eine ganze Tischplatte oder einen Schrank voller Träume. Diese Leidenschaft für Eisenbahnen und kreatives Bauen bietet euch nun auch der Titel „Toy Trains VR“, der unter anderem für die Meta Quest 3 erschienen ist. Wir durften das Spiel für euch testen und verraten euch, ob dieses eher entspannte Spiel zwischen all der Hektik anderer VR-Spiele auf uns wirkt und ob wir es euch empfehlen können.

Schöne, kleine Welt
Mit „Toy Trains VR“ feiert das polnische Entwicklerstudio Something Random sein Debüt. Das Spiel versetzt euch auf einen Dachboden, wo sich einige Erinnerungen der Familie befinden, darunter eine Schachtel mit Eisenbahn-Elementen. Wie Lokomotiven, Anhängern und jeder Menge Schienen. Im Mittelpunkt steht ein kleines Dorf mit einigen Häusern, welches im Laufe der Zeit größer wird. Ihr erfüllt verschiedene Aufgaben, um im Spiel weiterzukommen. Diese können auf verschiedene Weise gelöst werden. Mit der Zeit kommen neue Teile hinzu, die den Umfang erweitern und euch beim Bau eurer Strecken mehr Möglichkeiten anbieten. All das läuft sehr entspannt und ohne Zeitdruck ab. Ihr puzzelt eure Strecken um Bäume, Berge oder Häuser, verbindet Sägewerke und andere Produktionsstätten miteinander, helft Dorfbewohnern und anderes mehr.

Toy Trains VR hat einen wunderbar unkomplizierten Aufbau. Du bist ein junger Mensch, der auf dem Dachboden seines Großvaters einen staubigen Koffer entdeckt – eine Eisenbahn, die mit winzigen Bewohnern zum Leben erwacht und dich bittet, ihnen beim Aufbau ihrer Welt zu helfen. Für jedes Rätsel gibt es keine endgültige Lösung; es gibt keinen Timer, um Druck auszuüben; es sind nur Sie, Ihre Kreativität, ein Teilekatalog, das Board und eine Menge lustiger Kreditnehmer, die Ihnen Tipps geben und Ihre Erfolge feiern. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Vor allem bei der Benennung der einzelnen Gleiselemente. Diese heißen beispielsweise nicht „Gerade“ oder „Schlange“ (Doppelkurve), sondern – je nach Länge des Elements – „Geraaaaade“ oder „Schlaange“. Um mit all dem nicht überfordert zu werden, gibt es auch vorweg ein kleines Tutorial, das aber nicht ganz exakt alle Elemente erläutert. Manchmal reagiert die Steuerung auch nicht exakt, wodurch andere Teile aufgehoben werden.

Habt ihr eine Aufgabe erledigt, zieht ihr an einer Schnur und schaut, ob ihr alles richtiggemacht habt. Falls nicht, kann jedoch nichts passieren, da es hier weder zu Unfällen kommt noch etwas schiefgeht. Und trotz der fehlenden Konsequenzen, bleibt das Spiel interessant, unterhaltsam und motivierend. Dies liegt vor allem daran, dass ihr immer etwas Neues zu tun bekommt, dass sich das Dorf immer weiter ausdehnt und dadurch neue Möglichkeiten entstehen und alles in Ruhe vonstattengeht. Und wenn dann ein Rätsel aufgrund einer falschen Planung nicht gelöst wird, bleibt es spannend, wie man das Rätsel doch lösen kann. Grafisch und akustisch ist „Toy Trains“ gelungen, auch wenn man hier sich auf das Wesentliche konzentriert. Die Melodien sind 8passend und die übersetzten Texte sind präzise und leicht verständlich.

Fazit: „Toy Trains“ ist ein ansehnliches, entspannendes und abwechslungsreiches Spiel mit einem herausfordernden Gameplay, das wir euch gegen die Hektik und den Stress im Alltag rundum empfehlen können.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

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