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| Marc Heiland | Kaffeewelten

DeLonghiElettaUltraMit der Eletta Ultra bringt De’Longhi seine erfolgreiche Eletta-Reihe auf ein neues Niveau – allerdings nicht durch eine radikale Neuausrichtung, sondern durch eine gezielte Verfeinerung eines bereits sehr ausgereiften Konzepts. Wer die Eletta Explore kennt, wird sich sofort zuhause fühlen, doch gleichzeitig wird schnell klar: Die Ultra richtet sich an Nutzer, die nicht nur guten Kaffee wollen, sondern ein möglichst komfortables, leises und intuitives Gesamterlebnis.

Schon beim ersten Kontakt fällt das überarbeitete Bedienkonzept ins Auge. Das größere 4,3-Zoll-Touchdisplay wirkt nicht nur moderner, sondern verändert tatsächlich die Art, wie man die Maschine nutzt. Statt klassischer Listen setzt De’Longhi auf eine stärker kuratierte Nutzerführung. Getränke werden nicht einfach nur angezeigt, sondern nach Kategorien, Stimmungen oder Nutzungssituationen sortiert. Das klingt zunächst nach Marketing, hat im Alltag aber einen spürbaren Effekt: Die Navigation ist schneller, klarer und fühlt sich deutlich weniger technisch an als bei vielen Konkurrenzmodellen. Gerade bei einer Maschine mit über 50 Getränken ist das ein echter Vorteil, denn hier droht schnell Unübersichtlichkeit – ein Problem, das die Ultra erstaunlich gut löst.

Technisch bleibt vieles vertraut – und das ist durchaus positiv zu bewerten. Die bewährte Bean Adapt Technology sorgt weiterhin dafür, dass Mahlgrad und Extraktion automatisch auf die verwendeten Bohnen abgestimmt werden. Das funktioniert in der Praxis zuverlässig und reduziert den manuellen Feintuning-Aufwand erheblich. Besonders für Nutzer, die häufig zwischen verschiedenen Kaffees wechseln, ist das ein echter Komfortgewinn. Auch das LatteCrema-System für heiße und kalte Milchgetränke gehört weiterhin zu den besten am Markt. Der Milchschaum ist stabil, feinporig und lässt sich gut anpassen – egal ob Cappuccino, Latte Macchiato oder Flat White.

Ein echtes Highlight – und einer der wenigen klar messbaren Fortschritte gegenüber der Eletta Explore – ist die deutlich reduzierte Lautstärke. De’Longhi spricht von einer erheblichen Geräuschreduktion, und tatsächlich fällt im Alltag sofort auf, wie viel angenehmer der Betrieb ist. Das Mahlwerk arbeitet hörbar leiser, und auch während des Brühvorgangs wirkt die Maschine insgesamt gedämpfter. Gerade in offenen Wohnküchen oder am frühen Morgen ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Auch beim Thema Getränkevielfalt bleibt die Ultra auf gewohnt hohem Niveau. Neben klassischen Espresso- und Milchgetränken bietet sie eine breite Auswahl an kalten Kaffeespezialitäten, inklusive Cold Brew. Die sogenannte Cold Extraction Technology ermöglicht es, in relativ kurzer Zeit einen erstaunlich milden, aromatischen Cold Brew zuzubereiten – ein Feature, das sich in der Praxis als mehr als nur ein Gimmick erweist. Besonders im Sommer erweitert das die Einsatzmöglichkeiten der Maschine deutlich.

In der Tasse liefert die Eletta Ultra das, was man von einem Vollautomaten dieser Klasse erwartet: einen ausgewogenen Espresso mit stabiler Crema, saubere Milchgetränke und insgesamt eine sehr konstante Qualität. Große geschmackliche Sprünge gegenüber der Eletta Explore darf man allerdings nicht erwarten. Die Basisplattform ist nahezu identisch, und das zeigt sich auch im Ergebnis. Wer also rein nach dem Geschmack urteilt, wird kaum Unterschiede feststellen.

Der eigentliche Mehrwert der Ultra liegt vielmehr im Nutzungserlebnis. Die Maschine denkt stärker mit, macht Vorschläge und reduziert die Komplexität, ohne dabei an Funktionsumfang einzubüßen. Diese Mischung aus Komfort, Automatisierung und guter Struktur macht sie besonders interessant für Nutzer, die häufig zwischen verschiedenen Getränken wechseln oder die Maschine intensiv im Alltag nutzen.

Natürlich hat dieser zusätzliche Komfort seinen Preis. Die Eletta Ultra positioniert sich klar oberhalb der Eletta Explore und verlangt einen spürbaren Aufpreis. Ob sich dieser lohnt, hängt stark vom Nutzertyp ab. Wer einfach nur sehr guten Kaffee 8möchte, ist mit der Explore weiterhin hervorragend bedient. Wer hingegen Wert auf ein modernes Interface, leiseren Betrieb und ein insgesamt „smarteres“ Bediengefühl legt, bekommt mit der Ultra ein stimmiges Gesamtpaket.

Fazit: Unterm Strich ist die Eletta Ultra kein revolutionärer Sprung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Sie macht vieles ein Stück besser, ohne das Erfolgsrezept zu verändern. Genau darin liegt ihre Stärke: Sie richtet sich nicht nur an Einsteiger, sondern auch an anspruchsvolle Nutzer, die bereits wissen, was sie wollen – und bereit sind, für ein Plus an Komfort und Nutzererlebnis etwas mehr zu investieren.

Foto: © De’Longhi, Text: D. Stappen

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