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| Marc Heiland | Navigation

IMG 0751Vor knapp einem Jahr durften wie beim Escape Room Anbieter „Rätsel-Haft“ in Freiburg im Breisgau den Raum „Bruder Bertholds Höllenformel“ spielen, von dem wir damals absolut überzeugt waren. Neben der tollen Immersion und dem glaubwürdigen Setting, lobten wir die interaktiven Rätsel und die tollen Schauspieler, die voll und ganz in ihren Rollen aufgehen.

Nun haben wir uns dem „Fall Kaspar Hauser“, jener tragischen historischen Figur, die vor rund 200 Jahren durch Nürnberg streifte, kaum sprechen konnte, aber ein Dokument bei sich führte, aus dem hervorging, dass es sich bei Hauser um einen Thronfolger des badischen Herrschers handeln solle, gewidmet. Wie uns dieser Raum gefallen hat, verraten wir im Test.


Finden wir die geheimen Unterlagen?

Schon beim Betreten der Räumlichkeiten von „Rätsel-Haft“ werden wir vom Inhaber, Jochen Haas, empfangen. Doch nicht klassisch, wie bei den meisten Mitbewerbern. Vielmehr schlüpft er gleich in eine Rolle, die ihm zum Mittler und Bindeglied zur Story und zum Raum werden lässt. Er erläutert uns, dass wir gerufen wurden, um einen emeritierten Professor zu finden, der im Besitz brisanter Unterlagen ist, die ein für alle Mal klären sollen, dass Kaspar Hauser der rechtmäßige Thronfolger im Hause Baden war. Ebenso sollen wir die Aufzeichnungen finden. Dafür haben wir 75 Minuten Zeit…

Im Arbeitszimmer des Professors angekommen, begannen wir mit unseren Nachforschungen. Die Räumlichkeiten waren stimmig und fingen das Arbeitszimmer eines Historikers gut ein. Neben Regalen mit Büchern gab es viele Utensilien, die in einem typischen Professoren-Büro vermutet werden können. Die Rätsel passten hervorragend zum Thema. Wie bei vielen Escape Räumen bezogen sich die Rätsel zwar auf den „Fall“, die Story allerdings wurde nicht vorangetrieben. 

Zwischendurch, wenn wir mal nicht weiterkamen, gab uns der Spielleiter ein paar Tipps, die weder zu wenig noch zu viel verrieten. Was uns ein wenig fehlte war eine akustische Untermalung, die wahlweise die Immersion hätte vertiefen können, einen gewissen Druck hätte aufbauen können o.ä. Natürlich liegt es dem Anbieter am Herzen, dass die Teams den Raum „schaffen“. Jedoch wäre es schön, wenn man hier insgesamt ein wenig Zeitdruck einbauen würde.

Fazit: Der Fall Kaspar Hauser ist ein Raum mit viel Charme, abwechslungsreichen Rätseln und wieder toller schauspielerischer Einlagen. Vielleicht mag der Raum auf den einen oder anderen ein wenig old school wirken. Doch das ist hier durchaus positiv zu verstehen. Wir hatten jedenfalls viel Spaß mit dem Raum.

 

Die inn-joy Redaktion vergibt 8,6 von 10 Punkten.



Zusammensetzung der Gesamtbewertung


Immersion / Atmosphäre: 7

Story: 8

Rätsel: 8

Spielleiter: 9


Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Jochen Haas von Rätsel-haft für die freundliche Unterstützung.

M. Heiland

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